Flandern gedenkt den Ersten Weltkrieg.

Gedenkfeier 100 Jahre Erster Weltkrieg

Vier Jahre lang Krieg auf internationaler Ebene: der Erste Weltkrieg war von einem nie gesehenen Ausmaß. Auf mehreren Kontinenten nahmen die westlichen kolonialen Weltreiche die Waffen auf. Weltweit wurden Nationen und Gesellschaften schwer von der Gewalt betroffen.

Industrielle Kriegsführung

Infolge der technologischen Entwicklung des 19. Jahrhunderts hat sich der Erste Weltkrieg zum Konflikt des neuen Typs entwickelt. Demzufolge gab es eine massenhafte Mobilisierung der erwachsenen männlichen Bevölkerung, während die industrielle Kriegsführung mit Tanks, Flugzeugen, Maschinengewehren usw. aufkam. Schlachten mit hunterttausenden Soldaten - beispiellos seit den Napoleonischen Kriegen - wurden gang und gäbe.

Belgien als Kampfschauplatz

Der Erste Weltkrieg zog Belgien in den ersten bewaffneten Konflikt hinein seit der Unabhängigkeit im Jahre 1830. Wiederum wurde eine Generation mit einer ausländischen Besatzungsmacht, mit Hungersnot und materieller Zerstörung konfrontiert. Der Krieg forderte sehr viele Opfer. Auf dem belgischen Territorium allein forderten vier Jahre Krieg 600.000 Opfer.

Mentaler Zusammenbruch

Die Folgen des Ersten Weltkrieges waren nicht zu unterschätzen. Der Krieg hat deutlich zu einem mentalen Zusammenbruch geführt, der Fortschrittsgedanke des 19.Jahrhunderts und der Glaube an die Gestaltbarkeit der Gesellschaft schwächten.

Zerrüttete Gesellschaften und ein zerstörter wirtschaftlicher Wohlstand führten zu einem zerbrechlichen Frieden in den Jahren 1920 und 1930. Gleichzeitig förderte das Ende des Krieges eine weitere Demokratisierung Europas, und die Friedensregelung mit dem Völkerbund gab einer nachhaltigen internationalen Zusammenarbeit den ersten Ansatz.